Wir entwickelten seit 1993, zunächst in der Arbeitsgruppe des Prof. Graffunder und später als Verein, einen Kompromiß für den Platz des ehem. Stadtschlosses in Berlins Mitte. Sein derzeitiger Stand entspricht dem Vorschlag beim Immobilienwettbewerb und - ein wenig modernisiert (statt Hotel einen modernen Bau) - den Ausführungen vor der intern. Expertenkommission.

Legende zum Konzept und Bebauungsvorschlag des Vereins

Der Vorschlag soll einen Kompromiß darstellen, dabei bildet der Palast den architektonischen Abschluß zur Bebauung des Alexanderplatzes, die jetzige Sicherheitsstraße bleibt für bestimmte Einsatzfahrzeuge erhalten und dient einem symbolischen Gedankenstrich, dieser schließt sich eine Tiefgarage an - Einfahrten von der Liebknechtstraße / Ausfahrt in Richtung Breitestraße - auf der Tiefgarage sehen wir eine gestaltete Freifläche vor. Unser Kompromiß an die Architektur der Straße Unter den Linden sind die teilweise Errichtung der Fassaden des ehem. Berliner Stadtschlosses mit dem Westflügel, der Wiederherstellung der noch vorhandenen Kellerräume und deren teilweisen Gestaltung, sowie in Richtung Lustgarten eine Aussichtsplattform, die Seite zur Breitestr. soll mit Bänken und Kübelpflanzen einen Stillepunkt geben. Der Westflügel sieht hier, der Forderung des lmmobilienwettbewerb entsprechend, noch ein Hotel, Galerien und gehobene Gastronomie vor, wir können uns hier aber auch einen modernen Bau eingebaut vorstellen. Die Fassaden sollen außerdem noch einem Windschutz darstellen für den sehr windschlüpfrigen Bereich und einen Garten zum Palast hin offen bilden für vielerlei Öffentlichkeit (im Konzept näher beschrieben). Wir wollen innen auch die geretteten Schlüterskulpturen anbringen und den Garten dann Schlüterforum nennen. Da Schlüter an dem Schloß beteiligt war und der Palastbau von der schinkelschen Volkshausidee inspiriert war, erscheint uns dieser Namensvorschlag kompetenter als Humboldtforum. Wir denken auch die Schloßfreiheit als Gedenkstätte wieder zu errichten und darunter und daneben ein Café bzw. eine Weinterrasse.

Den unter Denkmalschutz stehenden ehem. Staatsrat sollte man als Ergänzung belassen genau wie den Marstall, dafür gibt es gemeinsam mit der Landesbibliothek u.a. auch dem Bau gerechte Nutzungen. Den Palast wollen wir ökologisch modernisieren und mit einem ganzjährigen Palmen-Café-Garten auf der ehem. Volkskammer und einem Sommergarten auf dem Teil des großen Saales versehen. Diese Varianten wurden unter Berücksichtigung der jeweiligen Geräuschkulissen gewählt. Oberhalb des Foyers sehen wir Solarzellen vor, wie wir die Scheiben und die Schächte der Zu- und Abluft auch ökologisch nutzen wollen. Die invalidengerechten Zugänge des Palastes sollen erhalten bleiben und auch im angrenzenden Bereich berücksichtigt werden.

Dies ist unsere Antwort auf viele an uns gestellte Fragen aus dem ln- und Ausland, die die Abstimmung im Deutschen Bundestag nicht verstehen können - wir auch nicht. Unsere neueren Vorschläge an die alte und neue Regierung blieben bisher leider unbeantwortet. Das Volk ist aber laut Grundbuch Eigentümer - will man ein ganzes Volk enteignen ? Wir wollen das Eigentum gemäß dem Grundgesetz schützen.

gez. Lieselotte Schulz (Vorsitzende)

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