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Mitte. Im vergangenen Jahr wurde mit der Asbestsanierung im Palast der Republik begonnen. Aber immer noch steht das Volk in der Planung für sein Haus außen vor.
Der ursprüngliche Planentwurf des Palastes der Republik stammt von dem deutschen Baumeister Karl Friedrich Schinkel. Doch der Plan eines Volkshauses wurde vom damaligen König abgelehnt. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges verschwanden die Bauzeichnungen des in der ehemaligen Sowjetunion. Erst Jahre später kamen sie zurück. Diese Unterlagen fielen Professor Graffunden zufällig in die Hände. Da er von der Regierung der DDR zum Bau des Palastes der Republik beauftragt worden war, konnte er die uralte Idee in seine Pläne für das Volkshaus einfließen lassen. 1976 wurde der Palast den 16 Millionen DDR-Bürgern übergeben. Rund 1.000 kulturelle Veranstaltungen fanden jährlich in den Räumen statt. Von der Eröffnung bis zu seiner Schließung im Jahre 1992 besuchten über 70 Millionen Menschen das Haus. Noch im Jahre 1990 investierte die Regierung der DDR allein 15 Millionen Valuta-Mark in neue Technik. Und hier beschloß die Volkskammer der DDR am 22. August 1990 den Beitritt zur BRD. |
1992 wurde der Palast der Republik auf Grund der Asbestwerte in den Gemäuern geschlossen. Bbereits 1993 schlug der Palastarchitekt Graffunder eine sofortige Sanierung und Renovierung des Hauses vor.. Seit der Zeit kämpft auch der "Verein zur Erhaltung des Palastes der Republik" für eine Lösung im Sinne des Volkes. "Der Palast dehört den ehemaligen 16 Millionen DDR-Bürgern", so dessen Vorsitzende Lieselotte Schulz. "Wer", so fragt sie, "hat denn den wechselnden Regierungen die Genehmigung gegeben, den Palast zweckzuentfremden?"
Seit 1993 korrespondieren die Mitglieder des Vereins mit den Regierungsverantwortlichen. Immer wieder wurden Vorschläge und Konzepte für die Sanierung sowie die Nutzung erarbeitet. Auch an dem vom Berliner Senat ausgeschriebenen Wettbewerb zur Bebauung des Schloßplatzes beteiligten sich die Mitglieder. 1996 konnten dem Petitionsausschuß des Bundestages 83.870 Unterschriften von BürgerInnen vorgelegt werden, die für den Erhalt des Palastes eintraten. Die Vorschläage sehen unter anderem die Wiedereröffnung des Jugendtreffs und der Bowlingbahn vor, aber es sollen auch Restaurants und eine Lesecafé entstehen. |
"Dabei maßen wir uns natürlich nicht an, den Palast der Republik allein zu regieren. Vielmehr können wir uns vorstellen, im Sinne einer GmbH mit verschiedenen Firmen das Volkshaus zu betreiben", so Schulz.
Die derzeitigen Arbeiten am Palast sind mit dem Verein abgesprochen. Dennoch gibt es immer noch viele Unklarheiten. Die Vereinsvorsitzende äußerte sich besorgt darüber, daß die Arbeiten nicht kontrolliert werden können, obwohl Fachleute mehrfach ihre Mitarbeit angeboten hatten. So lagen beispielsweise die alten Baupläne vor, in denen jeder Ort, wo Asbest freiliege eingezeichnet sei. "Denn nur wo der Asbest locker ist oder gar freiliegt, wird er für den Menschen gefährlich." Im Palast sei dieser jedoch zum großen Teil noch einmal überbaut worden. An diesen Stellen reiche also eine einfache Renovierung. Auch aus diesem Grunde halten die rund 40 Mitglieder aus dem ganzen Land eine eine parteiunabhängige Kontrolle für nötig. Nähere Informationen zum Palast und zu Spendenmöglichkeiten gibt es unter Tel. 426 50 07 und im Internet unter www.PdR.kultur-netz.de. emb |
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Verein zur Erhaltung des Palastes der Republik e.V.
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